In den Schweizer Wäldern wurden im Berichtsjahr knapp 4,9 Millionen Kubikmeter Holz geerntet und auf den Markt gebracht. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einer Zunahme von 55 000 Kubikmetern (+1,1%). Nach zwei rückläufigen Jahren (2023 und 2024) nahm die Holzernte im Berichtsjahr wieder leicht zu.
Energieholz erstmals auf Augenhöhe mit Stammholz
Stammholz hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich an Bedeutung verloren – ein Trend, der sich auch im Berichtsjahr fortsetzte. Dessen Ernte ging gegenüber dem Vorjahr um 0,1% zurück und belief sich auf knapp 2,2 Millionen Kubikmeter. Damit machte sie noch rund 45% der gesamten Holzernte aus. Im Jahr 2003 hatte ihr Anteil noch bei fast 70% gelegen.
Auch die Industrieholzernte nahm ab. Mit rund 0,5 Millionen Kubikmetern lag sie um 0,7% unter dem Vorjahreswert. Der Anteil dieses Holzsortiments am gesamten Jahreseinschlag bezifferte sich auf 10%.
Deutlich an Bedeutung gewonnen hat hingegen das Energieholz. Sein Anteil an der gesamten Holzernte ist in den vergangenen 20 Jahren kontinuierlich gestiegen und hat sich seither verdoppelt. Im Berichtsjahr wurden rund 2,2 Millionen Kubikmeter Energieholz geerntet, was annähernd 45% der gesamten Holzernte entspricht. Damit erreichte die Energieholzernte erstmals das Niveau der Stammholzernte. Massgeblich zu dieser Entwicklung beigetragen hat das Hackholz, das inzwischen 30% der gesamten Holzernte ausmacht. Seine steigende Bedeutung dürfte vor allem auf die wachsende Nachfrage nach Holz als erneuerbare Energiequelle sowie den Ausbau von Holzheizungen und Wärmeverbünden zurückzuführen sein.
Bern an der Spitze – deutliche Unterschiede bei den Holzsortimenten
In drei der fünf grössten Waldkantone nach Waldfläche nahm die Holzernte im Berichtsjahr zu (Bern (+8,2%), Wallis (+37,3%), Tessin (+15,1%)). Rückläufige Erntemengen wurden dagegen in Graubünden (–5,5%) und Waadt (–3,4%) verzeichnet.
Mit 0,96 Millionen Kubikmetern führt der Kanton Bern die Rangliste der grössten Waldholzproduzenten an. Es folgen die Kantone Waadt (0,43 Mio. m³), Zürich (0,37 Mio. m³), Graubünden (0,35 Mio. m³) und Aargau (0,34 Mio. m³).
Die Zusammensetzung der Holzernte unterscheidet sich von Kanton zu Kanton. In Bern, der Waadt und St. Gallen bestand im Berichtsjahr 50% und mehr der geernteten Menge aus Stammholz. In Zürich und Aargau machte dagegen Hackholz rund 45% der Holzernte aus. Besonders ausgeprägt war die Bedeutung des Stammholzes in Graubünden, wo gut 60% der Erntemenge auf dieses Sortiment entfielen. Im Tessin hingegen spielte Stückholz eine vergleichsweise wichtige Rolle: Sein Anteil an der Erntemenge lag beinahe so hoch wie der Stammholzanteil in Graubünden.
Zwei Drittel der Holzernte stammen von Nadelbäumen
In den Schweizer Wäldern wurden im Jahr 2025 3,2 Millionen Kubikmeter Nadelholz geerntet. Damit entfielen rund zwei Drittel der gesamten Holzernte auf Nadelbäume. Laubholz machte mit über 1,6 Millionen Kubikmetern beziehungsweise einem Drittel der Erntemenge den übrigen Anteil aus. Dieses Verhältnis hat sich in den vergangenen Jahren nicht wesentlich verändert.
Regional entwickelten sich die Erntemengen jedoch unterschiedlich. Die Nadelholzernte nahm in den Voralpen (+3,6%) und Alpen (+3,2%) zu, während in den übrigen Forstzonen Rückgänge verzeichnet wurden. Beim Laubholz zeigte sich ein differenzierteres Bild: Im Jura (+3,8%), im Mittelland (+2,8%), in den Alpen (+3,8%) und auf der Alpensüdseite (+23,1%) stiegen die Erntemengen an. Lediglich in den Voralpen wurde weniger Laubholz geerntet als im Vorjahr.
Gegensätzliche Entwicklung in privaten und öffentlichen Wäldern
Die privaten Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer ernteten im Berichtsjahr 1,7 Millionen Kubikmeter Holz (+6% gegenüber 2024). Der Anstieg zeigte sich in sämtlichen Sortimenten. Besonders deutlich fiel er in den Voralpen (+54 500 Kubikmeter) und im Mittelland (+34 000 Kubikmeter) aus.
In den öffentlichen Wäldern wurden dagegen knapp 3,2 Millionen Kubikmeter Holz geerntet (–1,3% gegenüber 2024). Die Erntemengen von Stammholz, Industrieholz und Stückholz zur Energiegewinnung nahmen ab. Einzig Hackholz legte zu: Mit gut 1 Million Kubikmetern übertraf die geerntete Menge den Vorjahreswert um 2,9%.
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| Artikel 'Schweizer Holzernte steigt 2025 auf 4,9 Millionen Kubikmeter...' auf Swiss-Press.com |
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