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Fleissige Helfer für den Bergwald und das Auerhuhn



Kantonale Verwaltung Appenzell Ausserrhoden


25.09.2026, In den Wäldern nördlich der Schwägalp wird derzeit gesägt, gepflanzt und gezäunt: Im grössten Waldreservat des Kantons Appenzell Ausserrhoden sind Freiwillige des Bergwaldprojekts im Einsatz. Sie pflegen den Bergwald und die Hochmoore – und schaffen damit wertvollen Lebensraum für das Auerhuhn und zahlreiche weitere Tier- und Pflanzenarten.


Wer dieser Tage auf den Wanderwegen in den Wäldern nördlich der Schwägalp unterwegs ist, trifft auf Menschen, die kräftig zupacken. Äste werden zu Haufen geschichtet, Verbuschungen zurückgeschnitten, junge Bäume gepflanzt und vor dem Verbiss durch Wild geschützt. Das ist gezielte Landschaftspflege in Handarbeit für die Artenvielfalt und für die Zukunft des Bergwaldes.

Waldreservat Schwägalp-Bruggerwald – Lebensraum des Auerhuhns

Das rund 300 Hektaren grosse Waldreservat auf der Schwägalp ist Teil eines bedeutenden Naturraums. Es grenzt an die Waldreservate der Nachbarkantone St. Gallen und Appenzell Innerrhoden. Ein besonderer Bewohner dieses rund 10km2 grossen, vernetzten Waldlebensraums ist das stark gefährdete Auerhuhn. Die sehr störungsempfindliche Vogelart stellt hohe Ansprüche an ihren Lebensraum: Sie benötigt lichte, strukturreiche Wälder mit genügend Licht am Waldboden. Besonders wichtig sind Heidelbeersträucher, die den Küken Nahrung und Deckung bieten, sowie tiefbeastete Nadelbäume als Schlaf- und Ruheplätze. Für die Aufzucht der Küken sind zudem Insekten und andere Kleintiere wichtig. Da Auerhühner sehr störungsempfindlich sind, spielen auch ruhige und möglichst wenig gestörte Waldgebiete eine zentrale Rolle. Genau hier setzen die Arbeiten im Waldreservat Schwägalp an, welche im Auftrag des Amts für Raum und Wald im Departement Bau und Volkswirtschaft ausgeführt werden.

Vielfalt im Wald fördern

Durch gezielte Holzschläge – geplant und ausgeführt durch den Forstbetrieb am Säntis – und die Pflegeeinsätze des Bergwaldprojekts werden diese Lebensraumbedingungen erhalten und verbessert. Die Massnahmen kommen dabei nicht nur dem Auerhuhn zugute. Durch die Auflichtung des Waldes entstehen vielfältige Strukturen, von denen zahlreiche Tier- und Pflanzenarten profitieren. Gleichzeitig verbessert sich das Nahrungsangebot für das Schalenwild und es entstehen bessere Bedingungen für das Aufwachsen junger Bäume. Wo Fichtenbestände dominieren, werden Ergänzungspflanzungen vorgenommen. Damit wird die Baumartenvielfalt erhöht und der Wald auf die Herausforderungen des zukünftigen Klimas vorbereitet. Die jungen Bäume werden mit Gattern vor Wildverbiss geschützt, bis sie gross genug sind, um sich gegen den Verbiss durch das Wild zu behaupten.

Freiwillige packen kräftig mit an

Viele dieser Massnahmen müssen in Handarbeit ausgeführt werden. Unter der Leitung von Projektleiter Sebastian Lanker arbeitet das Bergwaldprojekt bereits im achten Jahr in Folge mit Freiwilligen auf der Schwägalp. Sie leisten während zwei Wochen unentgeltliche wertvolle Handarbeit. Mit ihrem Einsatz tragen die Freiwilligen dazu bei, die Artenvielfalt zu erhalten und den Wald im Sonderwaldreservat Schwägalp langfristig zu stärken, damit das Auerhuhn und viele andere Arten auch künftig einen geeigneten Lebensraum vorfinden.

Die gemeinnützige Organisation Bergwaldprojekt mit Sitz in Trin (GR) leistet mit seinen Freiwilligeneinsätzen einen wichtigen Beitrag zur Pflege und Erhaltung der Bergwälder. Wer selbst einmal im Bergwald anpacken möchte, findet Informationen zu den Freiwilligeneinsätzen des Bergwaldprojekts unter www.bergwaldprojekt.ch.


Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.



Über Kantonale Verwaltung Appenzell Ausserrhoden:

Der 821 urkundlich ersterwähnte Ort im Appenzellerland ist der Schwänberg bei Herisau. Vor rund 600 Jahren entstand das Land Appenzell und 1597 durch die Landteilung der Kanton Appenzell Ausserrhoden. Im protestantischen Ausserrhoden blühte früh die Heimindustrie auf, die im schweizerischen Vergleich eine ausserordentliche Bevölkerungsdichte zuliess. Die 1918 einsetzende Stickereikrise versetzte den Textilkanton in wirtschaftliche, politische und kulturelle Agonie.

Die ab 1945 einsetzende Diversifikation ging einher mit einem markanten Wachstum des Pendlerverkehrs und liess anderseits dank vermehrter Zuwanderung in vielen Gemeinden neue Wohnquartiere entstehen. Ab 1960 übernahm der Kanton nach und nach öffentliche Aufgaben, die zuvor auf Gemeindeebene gelöst worden waren. Getragen von einer positiven Aufbruchstimmung gab sich der Kanton 1995 eine moderne Verfassung.

Träumen Sie von spiegelblanken Seen und schwindelerregenden Felsen, von schmucken Dörfern und freundlichen Menschen? "Sönd herzlich willkomm" im Appenzellerland. Das Wander-Eldorado Appenzellerland beginnt in der sanften Hügellandschaft beim Bodensee und führt über grüne Wiesen bis zum voralpigen Säntisgebirge. Auch Wellness und Gesundheit sind bei uns keine Modewörter.


Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.


--- Ende Artikel / Pressemitteilung Fleissige Helfer für den Bergwald und das Auerhuhn ---


Weitere Informationen und Links:
 Kantonale Verwaltung Appenzell Ausserrhoden (Firmenporträt)

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