Bei «MOBILO 26» mobilisiert die Artillerieabteilung 49 im Rahmen ihres Fortbildungsdienstes unter der Führung der Territorialdivision 1 in der Westschweiz. Anschliessend verschiebt sie in mehreren Etappen in die Ostschweiz. Damit trainiert die Armee, einen mechanisierten Verband rasch aus dem zivilen Leben für einen Einsatz bereitzustellen.
In 24 Stunden bereit für die Verschiebung
«Bereit in 24 Stunden – das ist unser Anspruch» lautet das Motto der Übung. Nach dem Einrücken müssen Personal, Material und Fahrzeuge bereitstehen sowie Führung, Logistik und Schutz organisiert sein. Innerhalb von 24 Stunden soll der Verband bereit sein, sich geschlossen zu verschieben und am Ziel weitere Aufträge zu übernehmen. Die anschliessende Verschiebung quer durch die Schweiz dauert mehrere Tage. Auf einzelnen Abschnitten liefert die Aufklärungsdrohne ADS 15 sicherheitsrelevante Informationen über die Bewegung der Truppe.
Der Kommandant Heer, Divisionär Yves Gächter, und sein Stab überprüfen das Zusammenwirken der Abläufe unter Zeitdruck und realistischen Geländebedingungen. Die Erkenntnisse fliessen in Ausbildung, Prozesse und Einsatzvorbereitung ein.
Verschiedene Mittel greifen ineinander
Mobile Führungs- und Kommunikationsmittel, Sanitäts- und Logistikmittel, Schwimmbrücken und Fliegerabwehrsysteme ermöglichen es, den Verband während der Verschiebung zu führen und zu versorgen, Gewässer zu überwinden und ihn vor Bedrohungen aus der Luft zu schützen. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Schutz vor gegnerischer Aufklärung durch Drohnen und Satelliten.
Warum schwere Mittel weiterhin notwendig sind
Der Krieg in der Ukraine zeigt, dass konventionelle militärische Gewalt in Europa Realität bleibt. Um Angriffe zu stoppen, Räume zu halten oder besetztes Gelände zurückzugewinnen, braucht die Armee geschützte, bewegliche und durchsetzungsfähige Kräfte. Panzer verbinden Schutz, Mobilität und Feuerkraft, wirken aber nur im Verbund mit Aufklärung, Infanterie, Artillerie, Genie, Luftverteidigung und Drohnen. Entscheidend ist, diese Fähigkeiten mit modernen Technologien weiterzuentwickeln. Das Szenario von «MOBILO 26» setzt vor einem bewaffneten Konflikt an: Die Schweiz steht unter erheblichem Druck. Die glaubwürdige Fähigkeit, schwere Kräfte rasch bereitzustellen, trägt zur Dissuasion bei – getreu dem Leitspruch «Verteidigen können, um nicht zu müssen».
Auswirkungen im Übungsraum
Die Verschiebungen finden hauptsächlich vom 22. bis 25. September 2026 statt. Voraussichtlich betroffen sind die Genferseeregion im Kanton Waadt, das Freiburger Mittelland, das Berner Seeland sowie Gebiete am Solothurner Jurasüdfuss, im Emmental und im Oberaargau. Dort kann es vorübergehend zu zusätzlichem militärischem Verkehr und Lärm kommen, teilweise auch nachts. Die Armee dankt der Bevölkerung für ihr Verständnis und ihre Unterstützung.
Weitere Informationen zu «MOBILO 26» sowie laufend aktualisierte Artikel, Bilder und Medienunterlagen finden Sie unter armee.ch/mobilo.
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Kommunikation Verteidigung
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