Die «Task Force Intensivtäter» (TIA) koordiniert mittels eines Case Managements das Zusammenspiel von Asyl- und Strafverfahren sowie des Straf- und Wegweisungsvollzugs. Dies mit dem Ziel, die zur Verfügung stehenden Instrumente durch die Behörden – wie etwa ausländerrechtliche Zwangsmassnahmen für Personen, die die Schweiz verlassen müssen – effizient auszuschöpfen.
In den ersten sechs Monaten des Pilotprojekts (Juni – November 2025) wurden 87 Fälle ins Case Management aufgenommen. Diese waren von den zehn ausgewählten Pilotkantonen gemeldet worden. Rund zwei Drittel der Fälle betraf Personen aus dem Asylbereich, wobei diese überwiegend aus Herkunftsstaaten mit sehr tiefer Schutzquote stammen. Nach sechsmonatiger Pilotphase waren noch 51 Fälle in Bearbeitung der Task Force, wobei sich die meisten dieser Personen in Haft befanden. In den übrigen 36 Fällen hatte eine Ausreise stattgefunden oder die Personen waren untergetaucht.
Im Rahmen der ersten Pilotphase konnte die TIA bereits konkrete Massnahmen umsetzen. Dazu gehören die verbesserte Nutzung von Ausschreibungen im Schengener Informationssystem zur Anordnung von Zwangsmassnahmen, die frühzeitige Koordination bei Dublin-Fällen im Strafvollzug sowie die Kennzeichnung von Case-Management-Fällen im Zentralen Migrationsinformationssystem ZEMIS.
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die intensivierte kantons- und behördenübergreifende Zusammenarbeit im Rahmen der Pilotphase Wirkung zeigt. Zudem bestätigen die ersten Resultate, dass die bestehenden Instrumente grundsätzlich funktionieren: Entscheidend ist, dass die Behörden über die verschiedenen Ebenen hinweg enger zusammenarbeiten und die bestehenden Zwangsmassnahmen konsequent anwenden. Deshalb soll die Koordination und Kooperation von Strafvollzugs-, Polizei- und Migrationsbehörden weiter intensiviert werden.
Ein für den Spätherbst vorgesehener Schlussbericht wird eine abschliessende Bilanz des zwölfmonatigen Pilotprojekts ziehen. Er wird Verbesserungsvorschläge in der behördenübergreifenden Zusammenarbeit, sowie «best practices» aufzeigen. Der Schlussbericht wird sich ebenfalls mit der langfristigen organisatorischen Einbettung der Task Force auseinandersetzen. Die TIA wird bis Ende 2026 in ihrer heutigen Form weitergeführt.
Das Pilotprojekt TIA wurde 2025 im Kontext der Asylstrategie 2027 (ehemals «Gesamtstrategie Asyl») ins Leben gerufen. Ziel ist eine konsequente Reaktion der Schweizer Behörden bei Personen aus dem Ausländer- und Asylbereich, welche die öffentliche Sicherheit stören. Das Pilotprojekt wird auf strategischer Ebene durch die Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und - direktoren (KKJPD) sowie das Staatssekretariat für Migration (SEM) geleitet. Die operative Leitung obliegt der Vereinigung der Kantonalen Migrationsbehörden (VKM) und dem SEM.
Kontakt:
Information und Kommunikation SEM
medien@sem.admin.ch
Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.
Das Staatssekretariat regelt, unter welchen Bedingungen jemand in die Schweiz einreisen, hier leben und arbeiten darf – und es entscheidet, wer hier Schutz vor Verfolgung erhält.
Gemeinsam mit den Kantonen organisiert das Staatssekretariat die Unterbringung der Asylsuchenden und die Rückkehr der Personen, die keinen Schutz benötigen.
Zudem koordiniert das Staatsekretariat die Integrationsarbeit, ist auf Bundesebene für die Einbürgerungen zuständig und engagiert sich auf internationaler Ebene für eine wirksame Steuerung der Migrationsbewegungen.
Das ehemalige Bundesamt für Migration BFM ist am 1. Januar 2005 aus der Fusion des Bundesamtes für Flüchtlinge BFF und des Bundesamtes für Zuwanderung, Integration und Auswanderung IMES entstanden.
Seit dem 1. Januar 2015 heisst die Behörde Staatssekretariat für Migration. Diese Neuerung trägt der wachsenden Bedeutung und dem umfangreicheren Aufgabenbereich Rechnung.
Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.
| Staatssekretariat für Migration SEM (Firmenporträt) | |
| Artikel '«Task Force Intensivtäter»: Intensivierte Zusammenarbeit zeigt Wirkung...' auf Swiss-Press.com |
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