Wie andere Kantone auch, will die jurassische Regierung den Einsatz von pyrotechnischen Gegenständen in öffentlichen Einrichtungen, die dem Gastgewerbegesetz unterstehen, sowie in Räumlichkeiten für Veranstaltungen, die dem Gesetz über Aufführungen und Vergnügungen unterliegen, untersagen. Entsprechende Änderungsentwürfe zur Gastgewerbeverordnung sowie zur Verordnung über Aufführungen und Vergnügungen werden ihr in Kürze vorgelegt.
Weiter schlägt die Regierung die Durchführung eines runden Tisches vor, um aus der Tragödie von Crans-Montana Lehren zu ziehen. Daran sollen die ECA Jura, das Amt für Wirtschaft und Arbeit (SEE), Gastrojura, der Jurassische Gemeindeverband sowie weitere betroffene Partner teilnehmen.
Im Bereich des Brandschutzes sind die Aufgaben der ECA Jura im Gesetz über den Schutz vor Bränden und Naturgefahren festgelegt. Es ist Aufgabe der ECA, die in Baugesuchen vorgesehenen Brandschutzmassnahmen zu prüfen, Abnahmekontrollen nach Abschluss der Bauarbeiten durchzuführen, periodische Kontrollen vorzunehmen, die Ausbildung der für die Festlegung der Schutzmassnahmen zuständigen Organe sicherzustellen und die Kontrollen auszuführen. Präventionsaufgaben sind nicht an die Gemeinden delegiert. Diese müssen jedoch bei öffentlichen Veranstaltungen (Shows, Konzerte usw.) sicherstellen, dass die Brandschutzmassnahmen eingehalten werden. Die ECA Jura und das SEE haben beschlossen, Gemeinden und Betreiber öffentlicher Einrichtungen schriftlich über die jeweiligen Abläufe und Verantwortlichkeiten zu informieren.
Die jurassische Regierung würdigt die umfangreiche Arbeit der ECA Jura im Bereich der Prävention. Diese führt jährlich rund 1’000 Kontrollen durch (Bauabnahmen, periodische und administrative Kontrollen, besondere Anlagen), einschliesslich der Einforderung von Berichten, die für die Erteilung einer Betriebsbewilligung erforderlich sind.
Zahlreiche Informationen zu Vorschriften und Schutzmassnahmen finden sich auf der Website www.eca-jura.ch für Privatpersonen, Fachleute und Gemeinden.
Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.
Der Jura ist der jüngste Kanton in der Schweiz. Er entstand aufgrund von (für Schweizer Verhältnisse massiven) kulturellen Spannungen und den darauf folgenden lokalen und eidgenössischen Volksabstimmungen vom 29. September 1978 am 1. Januar 1979 durch Abspaltung vom Kanton Bern. Die Gebiete nördlich von Biel wurden dem Kanton Bern 1815 durch Entscheidung des Wiener Kongresses als Entschädigung für die verlorenen Territorien im Aargau und der Waadt zugesprochen.
Der Kanton Bern ist politisch eher konservativ, grösstenteils protestantisch und deutschsprachig. Die Bewohner des 1815 erworbenen Gebietes, die zuvor Untertanen des in Pruntrut residierenden Fürstbischofs von Basel gewesen waren, sind dagegen eher liberal, mehrheitlich französischsprachig und - in dem den neuen Kanton bildenden Nordteil - katholisch.
Dass der Konflikt, der letzten Endes zur Abtrennung des Kantons Jura von Bern führte, ursprünglich weniger sprachlicher, sondern konfessioneller Art ist, zeigt sich daran, dass bei den Volksabstimmungen über die Kantonsgründung der zwar ebenfalls französischsprachige, aber protestantische Südteil des Berner Juras (Amtsbezirke La Neuveville, Moutier und Courtelary) stets mehrheitlich für den Verbleib bei Bern stimmte. Der deutschsprachige Bezirk Laufen ist zwar katholisch, die Sprache führte aber damals zum Entscheid, bei Bern zu verbleiben. Vom verbleibenden Kantonsgebiet nun territorial getrennt, wechselte er 1994 zum Kanton Basel-Landschaft.
Der vor allem konfessionelle Gegensatz gilt auch weiterhin, obwohl das Gewicht des Französischen im verkleinerten Kanton Bern geringer geworden ist und sich die Romands demzufolge noch unterdrückter fühlen müssten. Seit 1994 arbeitet die Assemblée Interjurassienne (eine Art von der Schweizerischen Eidgenossenschaft bestellte Kommission) an der Lösung der Jurafrage. Im September 2004 hat sie ein Projekt begonnen, das einen völlig neuen Kanton anvisiert, in dem Nord-Jura (heute Kanton Jura) und der Süd-Jura (Jura bernois) nach den Vorstellungen der Nordjurassier vereinigt werden sollen. Das Projekt soll 2006 abgeschlossen sein. Damit wird ein weiterer Anlauf unternommen, die nach den Vorstellungen des Nordjuras immer noch unterdrückten Bewohner des bernischen Südjuras von Bern zu lösen und damit die (fiktive) Einheit des jurassischen Volkes herzustellen.
Saignelégier et les Franches-Montagnes
Eine knappe halbe Stunde von La Chaux-de-Fonds und Biel entfernt, öffnet sich die grosszügige Freiberger Hochebene dem Besucher und lädt ihn ein, auf 1000 m Höhe mit den Pferden Bekanntschaft zu schliessen. Zu Fuss, zu Pferd, per Fahrrad, im Kanu, im Zigeunerwagen, per Langlaufskis oder Schneeschuhen - vielfach sind die Möglichkeiten, dies freie Natur der Franches-Montagnes zu entdecken. Tennis- Eis- und Reithallen sowie das Hallenschwimmbad ergänzen das reiche Angebot und sorgen dafür, dass der Gast bei jeder Witterung auf seine Kosten kommt.
Delémont et le pays vadais
Ungefähr 40 Autominuten von Basel und Biel entfernt, reizt das alte charmante Städtchen mit seinen Museen und Galerien zum Besuch und lädt den Reisenden ein, nicht nur die regionalen Eigenheiten zu entdecken, sondern auch den heissesten Jura-Sommer zwischen Stadt und bewundernswerten Schluchten, welche die Flüsse zwischen Bergen und Tälern gegraben haben.
Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.
| Kantonale Verwaltung Jura (Firmenporträt) | |
| Artikel 'Brandprävention: Jura will Pyrotechnik in öffentlichen Einrichtungen verbieten...' auf Swiss-Press.com |
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