Die Förderung des Friedens und der Sicherheit im Nahen und Mittleren Osten gehört zu den Schwerpunkten der MENA-Strategie des Bundesrates. Bei seinen Gesprächen bekräftigte Bundesrat Cassis die Bereitschaft der Schweiz, sich für einen Abbau der Spannungen in der Region einzusetzen. «Der Irak war oft das erste Opfer der Konfrontationen zwischen den USA und dem Iran. Die Schweiz wird im Irak und in der Region auch in Zukunft eine konstruktive Rolle zur Förderung des Dialogs wahrnehmen», sagte er. Seine Gesprächspartner begrüssten das Engagement der Schweiz, namentlich im Bereich der Wasserdiplomatie. Mit der Initiative «Blue Peace» will die Schweiz die Zusammenarbeit der Länder in der Region mit Blick auf eine gemeinsame Bewirtschaftung der Wasserressourcen fördern.
Humanitäre Hilfe und Stärkung der bilateralen Beziehungen
In Bagdad hob der EDA-Vorsteher das humanitäre Engagement der Schweiz im Irak hervor. Aufgrund der durch den sogenannten Islamischen Staat verursachten Zerstörungen sind im Irak noch immer vier Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Seit 2014 hat die Schweiz einen Betrag von über 80 Millionen Franken bereitgestellt. Zu den weiteren Themen der offiziellen Gespräche gehörten auch Migrationsfragen und die Absicht, die bilaterale Zusammenarbeit in diesem Bereich zu stärken. Anlässlich ihres Treffens unterzeichneten Bundesrat Ignazio Cassis und sein Amtskollege Fuad Hussein ein Memorandum of Understanding zur Aufnahme politischer Konsultationen zwischen der Schweiz und dem Irak. Diese Vereinbarung trägt zur Festigung der bestehenden bilateralen Beziehungen bei. Darüber hinaus erörterte Bundesrat Cassis die Möglichkeit, im Irak wieder eine Schweizer Botschaft zu eröffnen. Die Schweiz hatte ihr Verbindungsbüro in Bagdad 2008 aus Sicherheitsgründen geschlossen.
Schliesslich traf sich der EDA-Vorsteher mit Kardinal Louis Raphaël I. Sako, dem Patriarchen von Babylon und Oberhaupt der chaldäisch-katholischen Kirche. Bei ihrem Gespräch ging es um den interreligiösen Dialog und die Situation der Minderheiten in der Region.
Jugend und Innovation
Die Bevölkerung des Irak ist jung und gebildet, allerdings fehlt es an Berufsperspektiven. In Bagdad nahm Bundesrat Cassis an einem Treffen mit Jungunternehmerinnen und -unternehmern aus der irakischen Start-up-Szene teil. Zu den Gesprächsthemen gehörten die Innovation, die Berufsbildung und die Hürden, mit denen die Unternehmerinnen und Unternehmer konfrontiert sind. «Für mich ist die Jugend auch immer Hoffnungsträgerin. Der Austausch mit jungen Irakerinnen und Irakern, die voller Ideen sind und über ein grosses Potenzial verfügen, stimmt mich optimistisch, dass sich das Land von den zahlreichen Krisen der Vergangenheit erholen kann», erklärte er. Das Treffen fand in einem Sportkomplex statt, der in den 1950er-Jahren vom Schweizer Architekten Le Corbusier entworfen wurde.
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Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA koordiniert und gestaltet im Auftrag des Bundesrats die Schweizer Aussenpolitik, verfolgt die aussenpolitischen Ziele, wahrt die Interessen des Landes und fördert Schweizer Werte. Departementsvorsteher ist seit dem 1. November 2017 Bundesrat Ignazio Cassis.
Das EDA verfügt über rund 170 sogenannte Aussenstellen rund um Globus. Zu diesen Aussenstellen zählen Botschaften, Konsulate, Kooperationsbüros und ständige Missionen bei internationalen Organisationen.
Die Zentrale des EDA befindet sich in Bern und gliedert sich in ein Generalsekretariat, ein Staatssekretariat und vier Direktionen.
Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA (Firmenporträt) | |
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