Ab heute bieten neun Pilotgemeinden ihren Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, ihre Wohnsitz-, Niederlassungs- und Aufenthaltsbescheinigungen online zu bestellen. Die Anträge werden direkt über das kantonale virtuelle Schalterportal eingereicht, mit der Möglichkeit, die Gebühren per Online- Zahlung zu begleichen. Die Dokumente werden anschließend in elektronischer Form im sicheren persönlichen Benutzerbereich bereitgestellt. Die Bearbeitungsfristen und Gebühren werden weiterhin von den Gemeinden festgelegt. Die Einführung wird schrittweise fortgesetzt und soll bis Ende Sommer 2026 abgeschlossen sein, sodass alle Gemeinden des Juragebiets diese Dienstleistungen ihrer Bevölkerung anbieten können.
Dieser erste Leistungszyklus wird ab heute zudem durch den Start eines zweiten Projektzyklus ergänzt. Dieser sieht insbesondere vor, dass Bürgerinnen und Bürger künftig die Aufnahme eines Hundes in ihren Haushalt online melden können, wodurch die Erfüllung ihrer gesetzlichen Pflichten gegenüber ihrer Gemeinde vereinfacht wird. Darüber hinaus ist eine Weiterentwicklung der bestehenden Dienstleistungen geplant, um eine elektronische Zertifizierung direkt auf den ausgestellten Dokumenten anzubringen und damit deren rechtliche Verbindlichkeit sowie ihre digitale Nutzbarkeit weiter zu stärken.
Die Umsetzung dieser ersten kommunalen Dienstleistungen stellt einen wichtigen Schritt in der Bündelung digitaler Services zwischen Kanton und Gemeinden dar, wie sie im Gesetz über den sicheren virtuellen Schalter (LGVS) vorgesehen ist. In dieser Einführungsphase übernimmt der Staat die gesamten Kosten des Programms zur Cyberverwaltung der Gemeinden für die Jahre 2025 und 2026. Ab 2027 ist eine gemeinsame Finanzierung durch Kanton und Gemeinden vorgesehen.
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Der Jura ist der jüngste Kanton in der Schweiz. Er entstand aufgrund von (für Schweizer Verhältnisse massiven) kulturellen Spannungen und den darauf folgenden lokalen und eidgenössischen Volksabstimmungen vom 29. September 1978 am 1. Januar 1979 durch Abspaltung vom Kanton Bern. Die Gebiete nördlich von Biel wurden dem Kanton Bern 1815 durch Entscheidung des Wiener Kongresses als Entschädigung für die verlorenen Territorien im Aargau und der Waadt zugesprochen.
Der Kanton Bern ist politisch eher konservativ, grösstenteils protestantisch und deutschsprachig. Die Bewohner des 1815 erworbenen Gebietes, die zuvor Untertanen des in Pruntrut residierenden Fürstbischofs von Basel gewesen waren, sind dagegen eher liberal, mehrheitlich französischsprachig und - in dem den neuen Kanton bildenden Nordteil - katholisch.
Dass der Konflikt, der letzten Endes zur Abtrennung des Kantons Jura von Bern führte, ursprünglich weniger sprachlicher, sondern konfessioneller Art ist, zeigt sich daran, dass bei den Volksabstimmungen über die Kantonsgründung der zwar ebenfalls französischsprachige, aber protestantische Südteil des Berner Juras (Amtsbezirke La Neuveville, Moutier und Courtelary) stets mehrheitlich für den Verbleib bei Bern stimmte. Der deutschsprachige Bezirk Laufen ist zwar katholisch, die Sprache führte aber damals zum Entscheid, bei Bern zu verbleiben. Vom verbleibenden Kantonsgebiet nun territorial getrennt, wechselte er 1994 zum Kanton Basel-Landschaft.
Der vor allem konfessionelle Gegensatz gilt auch weiterhin, obwohl das Gewicht des Französischen im verkleinerten Kanton Bern geringer geworden ist und sich die Romands demzufolge noch unterdrückter fühlen müssten. Seit 1994 arbeitet die Assemblée Interjurassienne (eine Art von der Schweizerischen Eidgenossenschaft bestellte Kommission) an der Lösung der Jurafrage. Im September 2004 hat sie ein Projekt begonnen, das einen völlig neuen Kanton anvisiert, in dem Nord-Jura (heute Kanton Jura) und der Süd-Jura (Jura bernois) nach den Vorstellungen der Nordjurassier vereinigt werden sollen. Das Projekt soll 2006 abgeschlossen sein. Damit wird ein weiterer Anlauf unternommen, die nach den Vorstellungen des Nordjuras immer noch unterdrückten Bewohner des bernischen Südjuras von Bern zu lösen und damit die (fiktive) Einheit des jurassischen Volkes herzustellen.
Saignelégier et les Franches-Montagnes
Eine knappe halbe Stunde von La Chaux-de-Fonds und Biel entfernt, öffnet sich die grosszügige Freiberger Hochebene dem Besucher und lädt ihn ein, auf 1000 m Höhe mit den Pferden Bekanntschaft zu schliessen. Zu Fuss, zu Pferd, per Fahrrad, im Kanu, im Zigeunerwagen, per Langlaufskis oder Schneeschuhen - vielfach sind die Möglichkeiten, dies freie Natur der Franches-Montagnes zu entdecken. Tennis- Eis- und Reithallen sowie das Hallenschwimmbad ergänzen das reiche Angebot und sorgen dafür, dass der Gast bei jeder Witterung auf seine Kosten kommt.
Delémont et le pays vadais
Ungefähr 40 Autominuten von Basel und Biel entfernt, reizt das alte charmante Städtchen mit seinen Museen und Galerien zum Besuch und lädt den Reisenden ein, nicht nur die regionalen Eigenheiten zu entdecken, sondern auch den heissesten Jura-Sommer zwischen Stadt und bewundernswerten Schluchten, welche die Flüsse zwischen Bergen und Tälern gegraben haben.
Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.
| Kantonale Verwaltung Jura (Firmenporträt) | |
| Artikel 'Die ersten kommunalen Dienstleistungen sind auf dem sicheren Online-Portal des K...' auf Swiss-Press.com |
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